Forschungskompetenzen

Wir verfügen über ein umfassendes Netzwerk mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Universitäten. Die Zusammenarbeit ermöglicht uns den Zugang zu Expertenwissen und fördert die Praxisnähe unserer Projekte. Unser Ziel ist es Methoden zu entwickeln, um die Herstellung künstlicher Gewebe zu ermöglichen, um diese in Kliniken nutzbar zu machen.

Biofabrication & Engineering

Hochschule München

Bioprinting und Materialentwicklung:

Bioprinting umfasst 3D-Druckverfahren, bei denen Biomaterialien und Zellen zu komplexen gewebeähnlichen Strukturen aufgebaut werden können. Moderne lichtbasierte Bioprinting-Technologien ermöglichen es, solche Strukturen mit hoher räumlicher Präzision herzustellen und Eigenschaften gezielt zu steuern. Durch Variation der Materialzusammensetzung sowie der Belichtungsparameter lassen sich mechanische und biochemische Eigenschaften einstellen, die das Verhalten von Zellen beeinflussen – etwa ihr Adhäsions-, Migrations-, Wachstums- und Differenzierungsverhalten. Auf diese Weise entstehen 3D-Modelle, die natürliche Gewebe besser nachbilden und für die Tumorforschung sowie das Verständnis zellulärer Prozesse genutzt werden können. Durch den Einsatz dreidimensionaler Zellkultursysteme unter Integration humaner Zellen, schaffen wir naturnahe Mikroumgebungen, in denen kardiovaskuläres und muskuloskelettales Gewebe unter physiologischen Bedingungen heranreifen kann. Biomechanische Stimulation und maßgeschneiderte Scaffolds fördern dabei die strukturelle und funktionelle Organisation der Zellen. Parallel dazu werden neuartige dynamische Perfusionsgeräte entwickelt, die eine kontrollierte Nährstoffversorgung, mechanische Konditionierung und Untersuchung der Konstrukte über längere Zeiträume ermöglichen. Diese Bioreaktorsysteme simulieren die mechanischen Kräfte in nativen Zellumgebungen und beschleunigen die Gewebereifung gezielt. Unser Ziel: funktionsfähige Modelle, die es ermöglichen die Funktions- Struktur Beziehungen verschiedener Gewebestrukturen näher zu erforschen.

Mech. Charakterisierung

Mechanische Charakterisierung - AFM und Mikro-Indentation

Mittels Rasterkraftmikroskopie (AFM) quantifizieren wir die nanomechanischen Eigenschaften von Knorpel- und Gefäßgewebe sowohl auf Einzelzellebene als auch im intakten Gewebeverbund. Ergänzend ermöglichen makroskopische Indentations- und Kompressionsprüfsysteme die Erfassung mechanischer Kennwerte auf Gewebeebene. Die Kombination beider Skalen – von der Einzelzellmechanik bis zur makroskopischen Gewebeantwort – erlaubt eine umfassende biomechanische Bewertung nativer sowie in vitro generierter Konstrukte. Die Korrelation dieser Parameter mit histologischen und biochemischen Analysen schafft ein vollständiges Bild der strukturellen und funktionellen Gewebequalität. Damit liefert die mehrskalige mechanische Charakterisierung essenzielle Bewertungskriterien für die Entwicklung funktionaler Knorpel- und Gefäßkonstrukte im Tissue Engineering.

Laborausstattung

01 Bioprinting

Wir ermöglichen hiermit die Herstellung biologischer Strukturen sowie den Druck von mit Zellen beladenen Hydrogelen.

  • mSLAb based - diverse Eigenumbauten
  • CellInk Bio X6

02 LIFT-Aufbau

Ein kooperativ entwickelter/genutzter Aufbau mit dem LaserZentrum an der Hochschule München

Versuchsaufbau/Platform für laserbasierten Zelltransfer (Einzelzellen, Sphäroide)

03 Zellbiologische Grundausstattung

Die zellbiologische Infrastruktur ermöglicht die sterile Kultivierung, Manipulation und Langzeitbeobachtung von Zellen. Sie bildet die Basis für alle Arbeiten mit Primärzellen, Zelllinien und 3D‑Modellen.

  • Sicherheitswerkbänke
  • Inkubatoren
  • Autoklaven
  • Elektroporator Nucleofector

04 Laborausstattung für zell- und molekularbiologische Analytik

Für DNA‑, RNA‑ und Proteinanalysen stehen vielseitige Geräte zur Verfügung, die quantitative und qualitative Auswertungen sowie Einschätzungen zur Zellviabilität ermöglichen.

  • qPCR‑System LightCycler 480 (Roche)
  • Kryostat Leica CM 1950
  • Zentrifugen
  • Multiwell-Platten‑Reader Tecan
  • Gel- Elektrophoresekammern und Dokumentation

05 Mikroskopie & Imaging

Der Mikroskopie‑Bereich deckt hochauflösende Bildgebung von lebenden und fixierten Proben ab – von konfokaler Fluoreszenz bis hin zu nanoskaliger Kraftmessung.

  • Leica Stellaris 8 (CLSM)+ Bruker AFM Nanowizard 4
  • Zeiss Observer Z1 (Epifluoreszenz) + Apotome + Inkubation für Time laps
  • Stereomikroskop M 165 C (Leica)

06 Mechanische Charakterisierung

Wir können Materialeigenschaften, Zellmechanik und Gewebeverhalten präzise untersuchen.

  • Mikro‑Universalprüfgerät Mach‑1 (Biomomentum)
  • Leica Konfokalmikroskop + Bruker AFM Nanowizard 4 (XP)
  • AFM JPK Nanowizard 1
  • Asylum MFP‑3D

07 Custom-made Bioreaktoren

Eigenentwicklungen:

  • Perfusionssystem zur Kultivierung und Überwachung von künstlichen vaskulären Strukturen
  • Perfusions-Mikrobioreaktor zur Kultivierung von Knochen/Knorpelkonstrukte

08 Biomaterialherstellung

  • Plasmacleaner
  • Spin coater
  • Gefriertrockner

09 Konventioneller-3D-Druck

Wir ermöglichen hiermit die Herstellung maßgeschneiderte Bauteile.

  • Form 3B (Formlabs)
  • Form 2 (Formlabs)
  • Bambu LabX1 Carbon
  • Bambu Lab P1S
  • Phrozen Sonic Mini 8K
    Phrozen Sonic Mini 4K
  • Ultimaker 3

10 Geräte anderer Labore

Darüber hinaus stehen in den am CANTER beteiligten Laboren weitere Methoden und Geräte, zur Verfügung: u. A. ein großes Spektrum an molekular- und zellbiologischen Techniken und weitere 3D-Drucker: