CoTransform Freising

Digitale Schulentwicklung gemeinsam gestalten

Prof. Dr. Jana Heinz

Projektpartner:

Prof. Dr. Uta Hauck-Thum (LMU München),

Prof. Dr. Jana Heinz (Hochschule München),

Jun.-Prof. Dr. Barbara Lenzgeiger (KU Eichstätt Ingolstadt)

22 Grundschulen im Landkreis Freising, Staatliches Schulamt Freising, Schulträger im Landkreis Freising, außer¬schulische Bildungs- und Beratungspartner

Projektlaufzeit:

09.11.2023 – 31.12.2026

Ziel

Das Projekt CoTransform Freising zielt darauf ab, schulische Transformationsprozesse in der Kultur der Digitalität gemeinsam, systematisch und chancengerecht zu gestalten. Vor dem Hintergrund sinkender Basiskompetenzen, zunehmender Bildungsungleichheiten und wachsender gesellschaftlicher Transformationsanforderungen werden Grundschulen im Landkreis Freising dabei unterstützt, Unterricht, Lernen und Prüfen nachhaltig weiterzuentwickeln.

Im Fokus stehen sowohl die Diagnose und Förderung von Basiskompetenzen (insbesondere Lesen sowie Deutsch und Mathematik) als auch der Erwerb demokratischer und zukunftsrelevanter Schlüsselkompetenzen, die Kinder zu aktiver, verantwortungsvoller Teilhabe an einer digitalen und demokratischen Gesellschaft befähigen.

Vorhaben

Im Projekt kooperieren 22 Grundschulen des Landkreises Freising während ihres Schulentwicklungsprozesses in Schulfamilien von jeweils drei bis fünf Schulen sowie schulfamilienübergreifend miteinander. Schulische Entwicklung wird dabei bewusst nicht als Einzelmaßnahme, sondern als gemeinsamer, akteursübergreifender Transformationsprozess verstanden.

Ziel ist die schrittweise Umstrukturierung bestehender Lehr-, Lern- und Prüfungsformate hin zu diagnosebasierten, demokratischen und zukunftsorientierten Settings. Zur Diagnose und Förderung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik wird die Lernstandsdiagnostik Levumi eingesetzt. Ergänzend kommt das Lesekonzept BesserLesen zum Einsatz, das auf einen ganzheitlichen Lese- und Literaturunterricht in der Kultur der Digitalität ausgerichtet ist.

Über die BMBF-geförderte Plattform SchulTransform werden schulinterne Transformationsprozesse datenbasiert erfasst, reflektiert und begleitet. Lehrkräfte wählen bedarfsorientiert aus einem Angebot digitaler, forschungsbasierter Fort- und Weiterbildungsformate. Die Mitglieder der Schulfamilien beteiligen sich regelmäßig an ko-kreativen Austauschformaten innerhalb eines virtuellen Lernnetzwerks, das Lehrkräfte, Schulleitungen, wissenschaftliche Begleitung, Schulleitungen ausgewählter Good-Practice-Schulen sowie medienpädagogische Berater:innen der Stadt Freising miteinander verbindet.

Methodik

Die wissenschaftliche Begleitung folgt einem designbasierten, partizipativen Forschungs- und Entwicklungsansatz. Gegenstandsbezogen werden quantitative und qualitative Methoden kombiniert, um Gelingensbedingungen, Herausforderungen und Potenziale diagnosebasierter, demokratischer und zukunftsorientierter Lehr- und Lernsettings sowie akteursübergreifender Kooperationen zu identifizieren.

Zum Einsatz kommen u. a.:

• datengestützte Analysen schulischer Entwicklungsprozesse (u. a. über SchulTransform),

• qualitative Erhebungen in Form von Workshops, Feedback- und Reflexionsformaten.

Die Ergebnisse der Evaluationen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der digitalen Fort- und Weiterbildungsangebote ein. Ziel ist eine stetige Vergrößerung und Verstetigung des Netzwerks innovativer Schulen sowie der Transfer erfolgreicher Ansätze über den Projektkontext hinaus.

Perspektive und Transfer

Das Vorhaben trägt zur Implementierung nachhaltiger Strukturen systemischer Verzahnung und eines kontinuierlichen, kollaborativen und datengestützten Lernens auf und zwischen den Ebenen der Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulträger bei. CoTransform Freising versteht sich dabei als Modellprojekt, das als Folie für Verwertung und Transfer in die Fläche des deutschen Schulsystems dienen kann. Im Mittelpunkt steht letztlich der Aufbruch in eine zukunftsgerichtete, gerechte und demokratische Lern- und Schulkultur.