M-Volunteer - Plattform für Ehrenämter in München

DTLab-Challenge mit der Landeshauptstadt München

illustrations/freiwillige-hände-hilfe-farben
OrganisationIT-Referat der Landeshauptstadt München
AnsprechpartnerDr. Michael Bungert, Dr. Petra Wolf, Mark Wiele
Challenge-TitelM-Volunteer
Betreuender ProfessorProf. Dr.-Ing. Olav Hinz
Datum16.09.2020

Übersicht

Die Challenge „M-Volunteer“ ist eine Fortführung der Challenge "Kapazitätsfinder“. Als Bestandteil des Digitalisierungsradars der Landeshauptstadt München ist das Ziel des „Kapazitätsfinders“ die Förderung der Gemeinschaft sowie Inklusion und Partizipation innerhalb der Stadtgesellschaft. Ein Aspekt davon ist die Förderung ehrenamtlichen Engagements in Zusammenarbeit mit Vereinen in der Stadt München.

Problem

Die Stadt München stellt sich derzeit die Frage, wie sie kurzfristiges ehrenamtliches Engagement am besten fördern kann, um Vereine bei ihrem Beitrag zur Förderung der Gemeinschaft zu unterstützen. Initiativen wie „München dankt“ und die bayerische Ehrenamtskarte unterstützen bereits diejenigen, die sich langfristig in Einrichtungen wie der freiwilligen Feuerwehr, in Rettungsdiensten oder anderen Hilfsdiensten engagieren, und tragen damit zur öffentlichen Anerkennung dieser Leistung bei. Vielerorts besteht jedoch auch Bedarf nach kurzfristigem ehrenamtlichen Engagement, z.B. in sozialen Einrichtungen oder im Rahmen von Veranstaltungen.

Das Problem scheint hier aber nicht fehlendes Engagement von Seiten der Bürger und Bürgerinnen zu sein, sondern lediglich die Organisation. Oft fehlt es den BürgerInnen an einem Zugang zu den nötigen Informationen, z.B. wie und wo genau sie sich engagieren können. Den Einrichtungen, meist Vereinen, fehlt eine Plattform, auf der sie ihren Bedarf bekannt geben können.

Innerhalb des Kapazitätsfinders soll die „knappe Ressource“ des ehrenamtlichen Engagements nun sichtbar und für die Stadtgesellschaft zugänglich gemacht werden. Es war Aufgabe mehrerer Studierender der Hochschule München, mit Unterstützung ihres Professors und des DTLabs, eine umsetzbare Lösung für die Stadt München zu finden.

Vorgehen

M-Volunteer basiert auf der Challenge „Kapazitäten (er)finden“ aus dem Wintersemester 2019/2020, in der neue Ideen für den Kapazitätsfinder unter Verwendung von Amazons Innovationsmethode „Working Backwards“ entwickelt wurden. Zwei der so entstandenen Ideen konnten zusammengeführt, detailliert und prototypisch umgesetzt werden. Dabei kam erneut, wie bereits während der ersten Challenge, die Methode des „Working Backwards“ zum Einsatz.

Aus der Feedbackrunde der ersten Challenge „Kapazitätsfinder“ wurden in dieser Challenge zwei Kernfragen adressiert:

  • „Wo und wie können sich Bürgerinnen und Bürger über Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements informieren?“
  • „Wie kann die Stadt München das ehrenamtliche Engagement fördern?"

Mit M-Volunteer, dem Lösungsvorschlag des Studierendenteams, soll es Vereinen möglich werden, Angebote zu ehrenamtlichen Engagements zu publizieren. Mit jedem ehrenamtlichen Engagement können Bürgerinnen und Bürger dann Punkte sammeln („M-Points“), welche sich ab einer bestimmten Anzahl gegen Leistungen der Stadt eintauschen lassen. Angebote von Seiten der Stadt wären hier z.B. kostenlose Museums- oder MVG-Tickets.

Innovation in Aktion

Mit Unterstützung von Amazon Web Services wurde der Prototyp als Web-Anwendung umgesetzt. Zum Einsatz kamen allgemein verfügbare Technologien wie vue.js sowie AWS-spezifische Dienste wie AWS Amplify. Die Präsentation des Prototyps erfolgte über ein vom Studierendenteam inszeniertes Rollenspiel, welches während der Online-Präsentation des Projekts für den Challenge-Partner, die Stadt München, durchgeführt wurde.

Nächste Schritte

Die Präsentation der Ergebnisse kam sehr gut an. Die Koppelung von ehrenamtlichem Engagement und Belohnungsmechanismen wirft jedoch noch einige Fragen auf, z.B. welche Rolle die Stadt München hier spielen kann und möchte. Zudem muss die Zielgruppe des Projekts, die Vereine, noch miteinbezogen werden. Auch hier sind Rolle und Aufgabe der Stadt München zu klären, z.B. welche Anreize für die Vereine geschaffen werden könnten, damit sie das Angebot auch wirklich nutzen.

Unterstützende Dokumente

Im Rahmen der Challenge wurden folgende Dokumente erstellt: