Münchens Kultur online für (neue) Zielgruppen

DTLab-Challenge mit der Landeshauptstadt München

Museum Villa Stuck
OrganisationLHM - Landeshauptstadt München
HauptansprechpartnerLutz-Steffen Schmidt
Challenge-TitelMünchens Kultur online für (neue) Zielgruppen
Betreuende ProfessorenProf. Dr. Lars Brehm, Prof. Dr. Martin Delp
Datum03.07.2020

Übersicht

Der Partner dieser Challenge, die Stadt München, möchte mehr Menschen für Kunst, Geschichte und die Stadt selbst begeistern sowie neue Wege finden, diese Bereiche den Bürger*innen zu präsentieren. Sie möchte den Menschen den Zugang zur Kultur von überall her ermöglichen. Da die Challenge dem Studierendenteam während der Zeit des Coronavirus-Lockdowns vorgestellt wurde, wurde die Notwendigkeit, Innovationen in diesem Bereich zu finden, noch deutlicher. Museen und Kunstgalerien waren gezwungen während des Lockdowns zu schließen und den Menschen wurde die Möglichkeit genommen, Kultur auf traditionelle Weise zu erleben und Veranstaltungen physisch zu besuchen.

Problem

Selbst in einer kulturell reichen Stadt wie München gibt es immer noch Hindernisse, die verhindern, dass das kulturelle Angebot für jeden zugänglich ist, seien es persönliche Gründe wie eine dauerhafte Krankheit, finanzielle Gründe oder die Folgen des Virus. Die Fragen, die die Grundlage der Arbeit der Gruppe bildeten und die sie während des Lösungsfindungsprozesses beantworten wollten, waren daher die folgenden:

  • Wie können wir das kulturelle Angebot der Stadt München für alle zugänglich machen, die daran Interesse haben, es aber aus verschiedenen Gründen nicht wahrnehmen können?
  • Wie können wir ein interessantes Angebot für Menschen schaffen, die weder die Zeit noch das Geld haben, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen?

Ansatz

Um das Problem in Angriff zu nehmen, präsentierte Lutz-Steffen Schmidt, Repräsentant der Stadt München, das Problem ausführlich und definierte die gewünschten Ziele für das Projekt von Seiten der Stadt. Inspiriert durch seine Worte nutzte das Team die Innovationsmethdode "Working Backwards" und fand damit eine mögliche Lösung für die Zukunft. Während des Prozesses erhielten sie Hilfe von Lars Schmitz von Amazon Web Services (AWS). Die Innovationsmethode "Working Backwards" ermöglichte es, die Bedürfnisse der Endkundin bzw. des Endkunden richtig zu analysieren und zu verstehen und die Idee für eine Lösung mit Hilfe verschiedener Dokumente, wie z.B. Empathiekarten und eines Storyboards, zu visualisieren. Die Lösung, die das Team vorschlug, war eine Online-Plattform, die Ausstellungen aller Münchner Museen beherbergen sollte. Der Prototyp der Plattform wurde im nächsten Schritt vom Team entworfen.

Prototyp

Zur Erstellung des Prototyps verwendete das Team den Website-Creator wix.com. Er gab ihnen die Freiheit, eine Website zu erstellen und zu gestalten, die perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten war. Die Studierenden konzentrierten sich darauf, die Website leicht zugänglich zu machen, so dass Nutzer*innen am Ende einen guten Überblick über alle wichtigen Informationen erhält. Auf der Website können Nutzer*innen leicht auf Ausstellungen verschiedener Münchner Museen zugreifen und diejenige auswählen, die sie am meisten interessieren. Auf der Hauptseite werden die aktuellen Ausstellungen und kommenden Veranstaltungen sowie einige weitere Informationen angezeigt. Verschiedene Rubriken zeigen die Preisoptionen und geben weitere Einblicke in die Museen. Die Website ist in einem einfachen, aber eleganten Stil gehalten, der der Nutzerin bzw. dem Nutzer attraktiv erscheint.

Nächste Schritte

Wenn die Stadt sich entschließt, die Arbeit fortzusetzen, könnte der Vorschlag bald in die Realität umgesetzt werden. Die nächsten Schritte, die der Stadt empfohlen werden, sind die Auswahl einer Technologie, die ihren Bedürfnissen entspricht, und das Erstellen der Website sowie der Inhalte in Form von Ausstellungsaufzeichnungen.

Unterstützende Dokumente

Eine Auswahl der während der Challenge von den Studierenden erstellten Dokumente finden Sie hier:

Über das Co-Innovation Lab

Diese Challenge wurde als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem DTLab und dem Co-Innovation-Lab der Hochschule München bearbeitet. Das Co-Innovation-Lab ist ein übergreifendes Konzept für Innovationsprojekte von Studierenden mit Unternehmen. Hierzu werden temporäre Innovationspartnerschaften – in Form von Projekten – zwischen Unternehmen, Studierenden und DozentInnen geschaffen. Initiiert durch Prof. Holger Günzel und Prof. Lars Brehm (beide Hochschule München) werden aktuell mehr als 25 Innovationsprojekte pro Jahr, auch häufig interdisziplinär, durchgeführt. Das Co-Innovation Lab ist als offene Community aufgebaut. Interessierte Dozierende können das Konzept des Co-Innovation Labs in ihren Lehrveranstaltungen nutzen und sich gerne aktiv in die Weiterentwicklung einbringen.